Fährtenhundprüfung
Fährtensuchen ist eine besonders anspruchsvolle Hundesportdisziplin – für Hund und Hundeführer. Die Konzentrationsphasen für den Hund sind wesentlich länger und die Möglichkeiten zur Bestätigung sehr viel geringer als in anderen Disziplinen. Die Ausbildung zum Fährtenhund ist sehr zeitintensiv. Hundeführer, die sich entscheiden in diesem Bereich zu arbeiten, nehmen viel Zeit und Geduld auf sich.
Bei der Fährtenhundprüfung soll der Hund eine Fährte, die von einer Fremdperson gelegt wurde, verfolgen, die auf dieser Fährte ausgelegten Gegenstände verweisen oder aufnehmen und die als Verleitung gelegte Fährte einer weiteren Person, die die Fährte kreuzt, ignorieren. Gesucht werden kann auf Wiese, Acker oder Waldboden.
Der Fährtenhund sucht mit seiner Nase unmittelbar über dem Boden (die sogenannte „tiefe Nase“). Auf diese Weise folgt er dem Geruch der Bodenverletzung, der von den im Boden lebenden Mikroorganismen gebildet werden. Diese werden beispielsweise durch das Zertreten von Grashalmen oder dem Aufreißen der Ackerkrume aktiviert und der für ihre Arbeit typische Geruch bildet sich. Allerdings riecht nicht jede Bodenverletzung gleich, da die Zusammensetzung des Untergrunds überall unterschiedlich ist.
Zusätzlich wird der Geruch durch Wind und Wetter beeinflusst. Der Wind treibt die Geruchsmoleküle je nach Richtung auch mal von der eigentlichen Spur weg oder fügt andere, vielleicht durchaus deutlich interessantere Düfte (z.B. Wild) hinzu. Auch Regen und Schnee können das Duftbild der Fährte und dessen Intensität beeinflussen.
Die Fährtenhundprüfung gibt es als selbständige Prüfungsart (IFH1, IFH2 und IFH3), immer aber ist Fährtenarbeit auch Bestandteil jeder IGP-Prüfung.